KAgüE 06 Luvaun

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1. 2000 bis 400vdF: Höhepunkt der Kaltkultur: Lunton, Sennreich, Berloon und Amíen

Die heutige Luvaunsteppe wurde einst – wie alles auf dem Kontinent – von Kaltstämmen bewohnt. Ab 2000vdF wurden die Colite-Stämme westlich des Haretgebirges, die sich nicht den Kanisanen unterwerfen wollten, allmählich über das Gebirge in den Osten vertrieben. Einer dieser Stämme waren die Lunton. Die letzten Colite aus dem Westen kamen gegen 1200vdF in den Osten, die Lunton vermutlich etwa 500 Jahre früher. Bis etwa 1500vdF jedenfalls müssen diese das damals kaltstämmige Daloun erobert und zu ihrer Hauptstadt gemacht haben, denn etwa zu dieser Zeit etablierte sich östlich von ihnen bereits das kleine Reich Amíen.

Bis 1000vdF hatten die Lunton und andere Colite die Kalt-Ureinwohner vertrieben. Diese zogen den Cormoda hoch und gründeten Siedlungen wie Saldan, Seenea und Saîl. Saîl ist hierbei ein besonderer Fall, da diese Kalt ehemals Sklaven der Vobloochen waren. Die Kalt-Siedlungen waren teilweise ziemlich erfolgreich. Seenea herrschte bald über das Sennreich und wuchs die Haretberge entlang nach Norden. Ein eingewanderter Colite-Stamm nach dem anderen wurde erobert und dem Reich eingegliedert. Bis 400vdF fielen so auch die Lunton und das Sennreich herrschte vom Millon bis Daloun, zwischen Cormoda und den Haretbergen mit den großen Nachbarn Harite, Amíen und Berloon.

Berloon war das Reich von Saîl, dessen Stämme immer noch an die Sprache der Vobloochen gewöhnt waren. Das Land lag auf der heutigen Hochebene von Ijen. Das niedrigere Land östlich von Saîl nannten sie Ujen, das höhergelegene westliche Ijen.

Das dritte Reich, Amíen, herrschte auf seinem Höhepunkt vom Luvameer bis zu den Landen von Pakalt. Diese Zeit war als Höhepunkt der Kalt-Kultur bekannt.

2. 400vdF bis 900dF: Aufstieg und Goldene Ära von Luvaun

Die 200 Jahre von 400vdF bis ins Jahr 200vdF erlebten aber Konflikte zwischen dem Sennreich und Amíen. Letztlich erhob sich um 200vdF ein mächtiger Eroberer, dessen Name später der Legende nach Jaunus lautete. Er kam aus der Provinz Luva in Amíen und bezwang bis 150vdF sowohl Amíen als auch das Sennreich. Sein neues Reich nannte er Luvaun.

Nach Jaunus‘ Tod war die Nachfolge unklar. Seine Freunde und Generäle zerstritten sich und das Großreich Luvaun zerfiel. Jounás konnte Luvaun zumindest teilweise erhalten. Unter seiner Regierung blieben ihm noch die Gebiete um Daloun und Amíen. Sein Nachfolger Caulin nutzte das Jahr des Feuers um Luvauns Macht wieder die ganze Cormoda entlang zu festigen, allerdings nur nördlich: südlich entstanden Kleinstreiche wie z.B. Seenea, Saldan und Pakalt. Bis 200dF hatte sich Luvaun erholt und fest etabliert.

250 bis 400 folgten die Kriege mit Harite, an deren Ende ganz Harite außer Barga unter der Kontrolle von Luvaun stand. Die folgenden 500 Jahre waren eine zweite Blüte von Luvaun. In Haret wurde der Luvaunkanal zwischen Cormoda und Haregez erbaut. Im Tal von Daloun begann man die Plateaus zu bebauen und so mehr Platz für die Hauptstadt zu schaffen. Unterhalb des neuen Palastes, am Hauptplateau, schlug man das Wappen von Luvaun aus dem Fels. Zahlreiche Fernstraßen wurden gebaut, besonders zwischen Geroux, Seenea, Padrun, Pojéun, Sedeaun, Amîen und Teuonoie. Auch einige der Kleinstaaten südlich der Cormoda gerieten so manches Mal unter die Kontrolle von Luvaun.

Derweil aber schmiedete Barga Pläne gegen das Reich von Luvaun. Immer wieder gab es Raubzüge in Gebiete, die einst Harite waren. Teilweise eroberte es gar Gebiete im Südwesten von Luvaun und irgendwann traf es auf die Ruqier, welche südlich von Luvaun lebten und von dessen Glanz angezogen wurden. Barga und die Ruqier verbündeten sich.

3. 900 bis 26.Jh.dF: Bedrohung durch Lurruken und Haret und Niedergang von Luvaun

Zwischen 900 und 1000dF verlor es die Gebiete am südlichen Haregez, Iol und Millon an Barga. Wenig später erkämpften sich die Stämme des Salz- und Geronanwaldes endgültig ihre Freiheit.

Anfang des 12.Jh. gründeten die Ruqier Tamilor und damit das Reich Lurruqien (Lurruken). Lurruqien wuchs immer mehr und stieß bald an Luvauns südliche Grenzen. Dieses fühlte sich dadurch extrem bedroht. Im 15.Jh. kam es deshalb auch zu den ersten Konflikten mit dem aufstrebenden Imperium. Die größten Kriege fanden bis Anfang des 17.Jh. statt. Sie brachten größere Verluste für Luvaun als für Lurruqien mit sich. Ersteres verlor Seenea und Saldan, später gerieten sogar die Salzwald-Kaltstämme unter die Kontrolle von Lurruken. Luvaun wurde von diesen Kriegen so geschwächt, dass der Ruqier Verbündete, Barga, das gesamte ehemalige Gebiet von Harite erobern konnte, welches sich nun Haret nannte. Dafür gelang es Luvaun aber, wieder die Cormoda hinauf vorzustoßen.

Die nächsten Jahrhunderte bis 2000 waren geprägt vom Niedergang. Es gab hin und wieder Kriege gegen Lurruken, Zardarrin, Reesten, TuKarra und andere, der größte Zerfall fand aber in der luvaunischen Gesellschaft statt. Luvaun war vergleichsweise dicht besiedelt und fortschrittlich, die Kriege hatten aber stark an den Ressourcen gezehrt. Kunst und Kultur degenerierten, die Wirtschaft musste sich wichtigeren Dingen zuwenden: der Erhaltung der Kämpfe.

Nach 2000 ging es mit Lurruken bergab und bald zerfiel es in konkurrierende Staaten. Luvauns einziger verbliebener Konkurrent war so Haret. Kurz gab es noch mal eine Blüte im 24. und 25.Jh., als Luvaun den Salzwald, Saldan und Seenea wieder annektierte.

Im 26.Jh. verwüstete ein Bürgerkrieg zwischen den 3 legitimen Söhnen des Königs und einem illegitimen das Land. Der charismatische Mauvins hatte viele Anhänger im Volke und eroberte nach und nach den Süden von Luvaun: Seenea, Saldan und Pojéun. Die anderen Söhne hielten je den Osten (Amíen, Sedeaun und Teounoie), den Westen (um Geroux) und der Älteste den Thron in Daloun.

Mauvins gelang die Rückeroberung des Thrones – denn obwohl ein Bastard, war er doch der Älteste – nicht. Er wurde von den anderen Söhnen in Pojéun gestoppt und geschlagen. Den Rest seines Lebens verbrachte er in den Minen bei Daloun.

4. 26.Jh. bis heute: Ende von Luvaun und die heutige wüste Luvaunsteppe

Das Ende für Luvaun folgte im nächsten Jahrhundert. Legenden der Region berichten, dass das sogenannte Moorwassermonster, vor dem sich luvaunische Bauern schon seit Jahrhunderten fürchteten und das einst von den Ureinwohnern dieser Gegend verbannt worden sei, wieder auferstanden sei und das Reich vernichtet hätte. Heutige neutrale Forscher sprechen davon, dass zu dieser Zeit wohl das Volk der Bewohner der heutigen Hochfestungen Dalchon und Werzan nach Luvaun kamen – woher, ist natürlich ein absolutes Rätsel. Und wieder andere Gelehrte sprechen von einem verheerenden Bürgerkrieg.

Tatsache ist aber, Geroux wurde von Haret annektiert, Pojéun bereits im Krieg mit Mauvins vernichtet, Sedeaun verfiel bald. Zahlreiche Orte zerfielen bald, viele wurde vernichtet, noch mehr verlassen. Auch die großen Orte wie Amîen, Saldan und Seenea degenerierten und waren Jahrhunderte später teilweise kaum mehr als halbverfallene Ruinen mit einem Bruchteil der ehemaligen Bevölkerung.

Manches Mal versuchte ein ehemaliger Soldat, Ausgestoßener, Verbrecher oder Abenteurer ein neues Reich in der Wildnis, die einst Luvaun war, aufzubauen – aber keines hatte lange bestand.

Heute sind die Lande zwischen Teûn und Stirmen als Luvaun-Steppe und Salzlanden bekannt und außer von wilden Tieren, Waldläufern und Einsiedlern kaum noch bewohnt. Saldan wurde von einer Sekte zur heiligen Stadt erklärt, da es in der Mitte des Kontinents liegt. Am wichtigsten aber war die Entstehung des Teûnbundes im 39.Jh. Dieser ist ein Städte-/Handelsbund unter Führung von Teûnfurt (Teoundagne, früher: Teounoie) und mit Amîen, Fisan und kleineren Orten als Partnern.

Der Teûnbund wird mittlerweile aber stark von Dalchon bedroht. Seine Handelsverbindungen dagegen reichen in alle Nachbarländer und weit in den Süden.