GadT04 Stiller Tod

„Ich liebe dich“, flüsterte sie ihm zum Abschied.
Damit trennten sie sich für dieses Wochenende.
Er fuhr heim, sie ging Erledigungen machen.
Ja, er liebte sie. Doch hatte er auch Angst. Was würde sie tun? Besuch sollte kommen, übers Wochenende. Liebte sie ihn wirklich genug?
Ja, er war krank, körperlich wie geistig. Doch er wusste darum. Er wollte etwas dagegen tun. Könnte sie ihm helfen? Er brauchte nur Verständnis. Wollte ihr nicht weh tun, noch sich selber.
Grübelnd fuhr er heim.
Doch was war dies? Heimlich fragte sie seine besten Freunde. Was war mit ihm los? Warum war er so? Wie war er so geworden? Wie konnte sie ihn loswerden? Ohne ihm weh zu tun? Oder ihn gar zu verlieren?
Man sagte ihr: Trenn dich schnell und klar von ihm.
Dachte auch jemand an ihn? Den unglaublichen Schmerz den ihn Ergebnis und Vorschlag an sich einbrächten? Dieser elendige Verrat?
Halbtot dies Wochenende war.
Sie meldete sich nicht einmal.
Er hörte, es ginge ihr nicht gut, würde deshalb nicht weggehen, lieber zuhause bleiben. so sagte sie anderen.
Er fragte nach bei ihr. Es gehe ihr gut, ihr Besuch war noch da, eben diesen um einen tag verlängert.
Doch was machten sie? Was täten sie ihm an? Doch bereit zu warten war er.
Letzter Tag. Ihr Besuch nun wieder weg. Langweilig wär ihr, drum meldete sie sich endlich wieder bei ihm. Oberflächliches Geplapper. Doch ging es ihm nun gut. Auch so ohne ihr. Entliebte er sich? Oder kam er nur klar damit?
Doch dann. Sie vermisste ihren Besuch also. Sie waren miteinander im Bett gewesen. Und noch mehr…
Die Wand war seinem Kopf hart, der Alkohol benebelte.
Eine Freundin kam, auf ihn aufzupassen.
Tags darauf die Nachricht, sie machte mit ihm Schluss. Sie hätte sich für ihren Freund entschieden, so sagte sie. Der wusste ja von beiden Affären noch nichts.
Doch er antwortete nicht.
Schweigend ging er ins Badezimmer. Das Seil hing schon bereit.
Er stieg hoch und legte es sich um den Hals.
Einen Schritt vor…

…und das Seil riss.

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