Des Königs Ring

Der König einmal jagen ging, ein großes Tier er fing. „So ein großes, so ein schönes Ding“, er sprach zu seinem Ring. Den Ring – das Tier – was war das bloß? er sich fragt dann im Schloss. Ein Traum? Sagt nicht das Buch im Schoß. War ich dort hoch zu Ross? Der König – […]

Aphorismus 83: Es ist nichts persönliches…

Wer kennt ihn nicht, den Spruch “Es ist nichts persönliches, aber x”. Etwas beleidigenderes kann man kaum sagen. Denn: wer x tut, tut x nur weil y eben y ist und nicht rein zufällig z. Drum ist dies eine der dümmsten Redewendungen denen man sich bedienen kann. Oder man will damit nur höflich zum Ausdruck […]

Berlin: Die Herren der Natur

Blumen, Pflanzen, Gras – die Natur: Kröten quaken in den Teichen, Faunas Flora auf weiter Flur. Doch Egel und Gras müssen weichen verkommt da die Grenze vom Geld und trifft die wahre Welt draußen: Hochhausstraßen – keine Straußen. Die Stadt beherrscht die wahre Welt. Liegt schließlich alles hinter dir, denn du stillst nicht mehr ihre […]

Aphorismus 82: Die Peinlichkeit des Vergessens

Irgendwann kommt der Tag, an dem mir jemand einen Text vorhält, ich diesen beurteilen soll und daraufhin sage: „Was ist denn das für ein Quatsch?“ und man mir antwortet: „Das ist von dir!“

Fremder im eigenen Land

‚Wer bist du? Woher kommst du denn? Aus diesem Land, vom ander’n End‘? Die Gegend tue ich nicht kenn’n! Noch nie gehört von dem Geländ‘! Bist der Fremde hier im Bereich – Pass lieber auf, oh pass dich an! Betrachten dich hier, bis als Leich‘!‘ sprachen sie. – Werd ich verschont? Wann?

Aphorismus 81: Die neue Tugend

In der heutigen Zeit ist alles, was der Mensch begehrt, diesem viel einfacher und schneller zu beschaffen. Galt es einst doch als Tugend und Disziplin, etwas zu widerstehen, an das man eh nicht heran kam – was kann man da wohl heutzutage sagen? Drogen, Sex, Informationen – alles liegt in schneller Erreichbarkeit. Erst hier zeigt […]

Sachsen

In Sachsen geht die Sonne auf; geht auch unter – doch woanders. In Sachsen ist der Elbe Lauf; die auch endet – doch woanders. Und doch sitz ich hier im Regen; seh die Tropfen fallen in die Elbe. In Sachsen ist der Mensch noch frei, verglichen mit dem restlich‘ Bund. In Sachsen die Natur noch […]